Qualitative Virtual Reality Erlebnisse entwickeln

Cover-Grafik auf Basis eines Screenshots aus dem Cardboard Design Lab — © Google

Virtual Reality ist nicht nur eine spannende neue Technologie. VR ist ein ganz neues Medium. Es ist so neu, dass es noch keine etablierten Regeln und bewährte Methoden gibt, auf die wir zurückgreifen können.

Alles ist offen — alle beginnen bei Null.

Auch wenn es in den 80ern schon einmal eine VR Bewegung gab – damals hat vor allem die Hardware den Fortschritt limitiert –, haben sich erst in den letzten zwei Jahren, gemeinsam mit der den modernen Technologien und dem aktuellen Aufschwung der Virtual Reality Industrie, erste wichtige Erkenntnisse in der Entwicklung von VR Anwendungen herauskristallisiert.

Diese werden sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln, neue werden hinzukommen und die Erfahrungen werden sich festigen.

In dieser 6-teiligen Artikelreihe wollen wir uns einen Überblick über die wichtigsten Merkmale der VR Entwicklung machen, die zu einem qualitativ hochwertigen Virtual Reality Erlebnis führen.

1 — Der Blick in die virtuelle Welt

Das A und O und der große Unterschied zu bisherigen Medien ist der Umgang mit der virtuellen Kamera, daher beschäftigen wir uns gleich zu Beginn mit diesem Thema. Denn wenn wir hier eine falsche Entscheidung treffen, führt unsere VR Anwendung zu Übelkeit und Kopfschmerzen.

Deswegen muss diesem Bereich bei der VR Entwicklung viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Doch wenn wir einige Grundregeln einhalten, können wir uns sicher sein, dass das VR Erlebnis ganz frei von unangenehmen Nebeneffekten bleibt.

VR Design: Der Blick in die virtuelle Welt

2 — Rendering: Technik & Tricks

Anschließend sehen wir uns den zweiten wichtigen Faktor für Virtual Reality Anwendungen, die frei von Übelkeit sind, an: das Rendering. Hierbei geht es neben der korrekten Darstellung vor allem um Geschwindigkeit, also eine hohe Bildrate.

Wir sehen uns die zugrundeliegenden technischen Konzepte genauer an um sie zu verstehen, doch übernehmen die verfügbaren Engines praktischerweise die meiste Arbeit in diesem Bereich.

Aber wir lernen auch weitere Techniken kennen, wie wir beim Aufbau und der Entwicklung der virtuellen Welten nachhelfen und die Engine unterstützen können. Sodass die Technologie im Hintergrund und unsere VR Anwendung Hand in Hand funktionieren.

Rendering und Optimierung in der VR Entwicklung

3 – Der Ton

Digitale Toneffekte sind bei der Virtual Reality Entwicklung so wichtig wie nie zuvor. Mit dem richtigen Einsatz von Sounds können wir die Immersion multiplizieren und das Erlebnis auf ein neues Level bringen.

Worauf wir bei der Implementierung achten müssen, wie die Technik derzeit funktioniert und warum in der Tonsimulation immernoch getrickst wird, sehen wir uns in diesem Artikel ganz genau an. Wir machen uns außerdem einen Überblick über die Hardwareseite und was es dabei zu beachten gibt.

Toneffekte in virtuellen Welten

4 — Virtuelle User Interfaces

Die Entwicklung virtueller User Interfaces, also die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, stellt uns in Virtual Reality vor neue Herausforderungen.

Denn die klassischen Prinzipien aus dem Design von zweidimensionalen Interfaces versagen in VR. Mit ganz neuen Metaphern muss experimentiert werden. Das gilt sowohl für den Einsatz von Controllern, aber auch die Interaktion alleinig mit der VR Brille, bei der wir lediglich die Blickrichtung verwenden.

In diesem Artikel sehen wir uns an, welche Entwicklungen und Erkenntnisse es in diesem Bereich schon gibt und wie wir sie für unsere Projekte einsetzen können. Das ist nicht nur spannend, sondern ein elementarer Bereich des VR Designs und wichtig für alle die richtig gute VR Erlebnisse entwickeln wollen.

VR Design: User Interface

5 — Die Inhalte

Nachdem wir uns besser mit wichtigen Aspekten der Technik und dem Design von Virtual Reality auskennen, wagen wir uns an das zentrale Element jeden VR Projekts: der Inhalt.

Was zeigen wir und was nicht – was sagt unser VR Erlebnis aus und was wollen wir rüberbringen. Viel mehr als sonst gilt es bei Virtual Reality Projekten genau auf bestimmte Grenzen zu achten.

Denn durch die starke Immersion des Mediums haben wir großen Einfluss auf die Emotionen der Anwenderinnen und Spieler*innen. Mit dieser großen Verantwortung müssen wir behutsam umgehen.

Worauf wir bei diesem Thema achten sollten und welche ersten Ansätze es für entsprechende Grundregeln gibt, sehen wir uns in diesem Artikel an. Außerdem lernen wir, warum VR zu Empathie führt, wie es kein anderes Medium schafft.

VR Design: Inhalte

6 — Methodische Entwicklung

Mit dem Wissen und Einblick in diese 5 wichtigen Fundamente guter Virtual Reality Erlebnisse, sehen wir uns schließlich den idealen Prozess zur VR Entwicklung an.

Denn all diese Informationen garantieren uns nicht automatisch grandiose Ergebnisse. Du musst selbst Erfahrungen sammeln und deine Ideen ganz praktisch austesten.

Gewappnet mit der Theorie machen wir uns also in die Praxis. Wie wir am effektivsten vorgehen können um schnell zu lernen und zu experimentieren, sehen wir uns in diesem Artikel zur methodischen Entwicklung an. Auch lernen wir warum du dir selbst nicht vertrauen kannst und was es mit „VR legs“ auf sich hat.

Methodische VR Entwicklung


Los gehts

Gleich am kommenden Dienstag geht es also los mit dem ersten Artikel in dieser spannenden Reihe, die dich zu einer besseren VR Entwickler*in machen.

In jedem Fall ist es aber wichtig, dass du all diese Methoden und Prinzipien als Vorschläge siehst. Du solltest weiterhin alles hinterfragen und deine eigenen Experimente machen.

Dieses gesammelten Erkenntnisse, sind nur Ergebnis der bisher sehr kurzen Erfahrung der Virtual Reality Community. Es ist noch lange nicht alles entdeckt und versucht. Und das letzte das du machen solltest, ist dich zu stark vom bisher Bekannten leiten und einschränken zu lassen.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Themen findest du auch im Best Practices Guide von Oculus. Google hat ebenfalls ihre Erfahrungswerte in einem Guide und sogar einer Cardboard APP veröffentlicht. Sehr spannend ist auch das VR Design Buch von Jason Jerald.


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